6.18: (Entropy)
Credits
Originaltitel:Entropy
Regie:James A. Contner
Buch:Drew Z. Greenberg
Darsteller:
Schauspieler Charakter
Danny StrongJonathan
Adam BuschWarren
Tom LenkAndrew
Kali Rocha 
Amber BensonTara
Inhalt:Seit Xander und Anyas Hochzeits-Fiasko hatten beide jetzt Zeit, um über alles nachzudenken und sich gegenseitig sehr zu vermissen. Aber die Situation wandelt sich zum Schlechten, als Anya und Spike, beide fühlen sich schlecht behandelt (und haben eine Menge getrunken), zusammen schlafen, und Xander und Buffy dasselbe zufällig mitbekommen.
Übersetzt von:Nur-Bjoern Scheeg ()
Hinweis:Dies ist keine Abschrift der deutschen Synchronisation sondern lediglich eine Übersetzung des englischen Skripts.
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Erklärung
Alle Rechte an der Fernsehserie "Buffy the Vampire Slayer" und ihren Charakteren gehören Joss Whedon, Mutant Enemy, Sandollar Productions, Kuzui Enterprises, 20th Century Fox Television and the UPN Television Network.
Übersetzung

Giles: v.o. Bisher bei Buffy im Bann der Dämonen...

Buffy und Spike in der Gruft.

Buffy: Ich benutze dich.

Spike: Also ist es was erntes, oder nicht? Du bist hier, um mir zu sagen-

Buffy: Es ist vorbei.

Das Trottel-Trio im Versteck ("Normal Again").

Jonathan: Wo seid ihr zwei gewesen?

Andrew: Haben uns Buffy auf den Überwachungskameras angesehn.

Buffy und Willow im Summers-Haus ("Normal Again").

Buffy: Ich dachte, du wolltest dich mit Tara treffen.

Tara und ein anderes Mädchen küssen sich auf dem Schulflur.

Willow: v.o. Sie... sie trifft schon eine andere. Wahrscheinlich sind sie nur Freunde.

Anya auf der verpatzten Hochzeit ("Hell's Bells").

Anya: Xander ist weg? Xander wird vermißt?

Xander am Haus ("Normal Again").

Xander: Ist sie hier?

Willow: Sie ist vor ein paar Tagen gegangen.

Buffy: Sie war... ziemlich fertig.

Xander: Ich liebe sie und, Gott, ich vermisse sie so sehr.

Dawn, Buffy und Anya in Dawns Zimmer ("Older and Far Away").

Dawn: Nein!

Anya öffnet eine Schachtel, und Dawns gestohlener Schmuck fällt heraus.

Anya: Wie konntest du das tun?

Buffy verprügelt Xander in der Küche ("Normal Again").

Buffy hält Dawn fest.

Dawn: Buffy, stop! Nein!

Dawn, Willow und Xander gefesselt im Keller ("Normal Again").

Buffy: Es tut mir so leid.

Xander: Wir sind okay, es ist alles okay.


Prolog

Als erstes sehen wir zwei Paar Füße, die nachts über den Friedhof rennen. Motorengeräusche sind zu hören.

Als die Kamera zurückfährt, erkennen wir, daß es zwei Vampire sind, die da rennen, während sie sich immer wieder nervös umschauen. Etwas weiter dahinter werden sie von drei kleinen Luftkissenfahrzeugen verfolgt.

Wir sehen Warren, Andrew und Jonathan auf den Fahrzeugen, mit langen spitzen Stäben in den Händen, die sie wie Speere tragen. Warren jubelt laut, während die Jagd weitergeht.

Warren: Ha ha!

Andrew: Sie sind schon fast am Tor!

Warren: Ich seh's! Ich seh's!

Die Vanmpire rennen weiter. Und jetzt sehen wir auch, daß einer der beiden etwas in der Hand hält: Eine flache runde metallische Scheibe von etwa 10cm Durchmesser.

Einer der Vampire reißt ihm Vorbeirennen einen Ast von einem Baum und wirft ihn nach den Fahrzeugen hinter sich.

Der Ast trifft Andrew im Gesicht, er verliert die Kontrolle und fällt von seinem Fahrzeug.

Jonathan und Warren müssen zur Seite ausweichen, um Andrew nicht zu treffen. Jonathan fährt dabei gegen einen Grabstein und zerschmettert diesen, dann rast er direkt auf Warren zu. Beide können gerade noch rechtzeitig anhalten, bevor es zu einem Zusammenstoß kommt, aber sie fallen dabei auch von ihren Maschinen.

Andrew kommt angehumpelt.

Andrew: Wir werden sie verlieren.

Die Vampire rennen derweil weiter. Sie haben fast das breite Tor erreicht, welches den Ausgang des Friedhofs bildet.

Jonathan und Warren stehen wieder auf.

Jonathan: Wir brauchen diese Disk.

Die Vampire rennen durch das Tor hinaus auf die Straße, nur um gleich darauf von Buffy angegriffen zu werden. Sie schlägt den ersten und packt dann den zweiten, aber er kann sich aus ihrem Griff befreien.

Die Disk fällt auf die Straße.

Der zweite Vampir tritt nach Buffy, aber sie blockt ihn ab, schlägt zurück und wirft ihn gegen das Tor. Er fällt zu Boden, und Buffy wendet sich dem anderen Vampir zu.

Die drei Trottel stehen unterdessen da und beobachten das Ganze.

Warren: Wartet.

Der Kampf geht weiter, verlagert sich aber aus dem Blickfeld der drei. Warren geht darauf zu.

Der zweite Vampir ist wieder aufgestanden und will sich in den Kampf stürzen, aber plötzlich wird er nach oben gerissen.

Wir sehen Spike oben auf einer der Steinsäulen sitzen, die das Tor zum Friedhof halten. Er hält den Vampir hinten an seinem Hemd fest und sieht Buffy seelenruhig beim Kampf zu. Der Vampir wehrt sich erfolglos.

Die drei Trottel kommen vorsichtig näher.

Buffy bekommt den ersten Vampir in den Schwitzkasten und versucht, ihn zu pfählen, aber er hält ihren Arm fest. Spike sieht weiter zu und läßt den anderen Vampir in der Luft baumeln.

Der erste Vampir kann sich von Buffy befreien und schlägt sie.

Warren kriecht über den Boden auf die heruntergefallene Scheibe zu. Er erreicht sie und greift sie sich. Andrew und Jonathan rennen davon und Warren folgt ihnen. Buffy hat die drei nicht gesehen.

Der erste Vampir wirft Buffy zu Boden und versucht, sie an der Kehle zu packen.

Spike: Wie läuft's so?

Buffy: hält den Vampir auf Abstand Oh, fein. Du weißt schon, ganz wie immer.

Spike: Hey, ich könnte den Kerl hier erledigen, wenn du willst.

Buffy: Was auch immer.

Buffy tritt den ersten Vampir von sich weg und springt wieder auf die Füße.

Buffy: Du hast die Wahl.

Spike: Ich meine, klar, er sieht nich' grad nach viel aus...

Vampir 2: Hey!

Spike: ... aber ich schätze, er könnte dir'n bißchen Ärger machen. Buffy tritt Vampir 1 Würd dir das Pfählen ersparen. Buffy wirft Vampir 1 zu Boden Alles was du tun mußt, ist-

Buffy: Ich werd meinen Freunden nichts von uns beiden erzählen.

Spike: Okay, dann überlaß ich ihn einfach mal dir.

Buffy: kämpft noch immer mit Vampir 1 Wenn du's ihnen so dringend erzählen willst, nur zu.

Sie bekommt endlich eine Hand frei und pfählt den ersten Vampir. Dann steht sie auf und geht hinüber zum Tor, schaut hoch zu Spike und dann zu dem noch immer baumelnden Vampir.

Buffy: Weißt du, warum? Ich hab letzte Woche versucht, meine Freunde und meine Schwester zu töten... und rate mal, wie sehr sie mich dafür hassen. Null. Null mal Null. zuckt mit den Schultern Also schätze ich mal, mit dir zu schlafen- Spike sieht genervt aus haut sie nicht um.

Sie dreht sich um, um zu gehen. Spike läßt den Vampir los. Dieser fällt zu Boden und rennt von hinten auf Buffy zu.

Spike: In dem Fall, warum schläfst du dann nicht nochmal mit mir?

Vampir 2 stoppt und dreht sich verblüfft zu Spike um.

Vampir 2: Hah?

Buffy dreht sich um, pfählt den Vampir und sieht Spike böse an. Dann dreht sie sich um und geht.

Buffy: leise Weil ich dich nicht liebe.

Spike schaut zu Boden, schmollend.

Spike: zu sich selbst Aber klar.


Xanders Apartment. Es ist kaum beleuchtet und sehr rot. Traurige Musik spielt - "Sao Paulo Rain" von Tom McRae.

And midnight graffiti appears on your door

Die Kamera schwenkt hinüber, und wir sehen Xander mit einer Flasche Bier in der Hand auf dem Boden sitzen. Er nimmt einen Schluck und starrt vor sich hin.

So we all can sleep safe in our homes

Xander nimmt wieder einen Schluck Bier und starrt weiter teilnahmslos vor sich hin.

And the storms in the distance hold no rain...

Er nimmt die Fernbedienung und drückt einen Kopf. Die Musik verstummt. Er sieht sich in dem stillen Raum um und steht dann auf.

Er geht zu einem Stuhl, nimmt seine Jacke und zieht sie an, als er die Wohnung verläßt.

Vor dem Gebäude. Xander kommt heraus und geht den Fußweg entlang zur Straße.

Die Kamera schwenkt hinüber zu einigen Büschen. Wir sehen Anya dahinter stehen und ihn beobachten.


Anfangstitel

Akt I

Am nächsten Tag auf dem College-Campus. Studenten laufen umher, unterhalten sich etc.

Auf einem Flur in einem der Gebäude. Willow steht neben einem Klassenzimmer und hält einige Bücher in der Hand. Studenten kommen aus dem Zimmer.

Tara kommt heraus, auch mit Büchern im Arm. Sie sieht Willow nicht und geht weiter. Willow läuft ihr lächelnd hinterher und faßt sie an der Schulter an.

Tara: Hey!

Willow: Hey. Schau dich an. Kommst grade aus einer Klasse und alles. sie gehen weiter

Tara: lächelt Das tu ich manchmal. Normalerweise ganz am Schluß der Stunde.

Willow: Stimmt. lacht nervös

Tara: Also, wie geht's dir, du weißt schon, nach dieser ganzen Keller-Geschichte? deutet auf ihren Hals

Willow: faßt mit der Hand an ihren Hals Es zieht und zerrt ein bißchen, und ein bißchen stechen tut's auch. Aber es geht. lächelt

Tara: Und Buffy ist auch okay? Erfreut sich ihrer neuerworbenen Geisteskraft und so weiter? bleibt stehen

Willow: lautes künstliches Lachen Ha, ja! Neuerworbene Geist- das ist lustig. etwas ernster Sie ist okay. Ein bißchen... durcheinander. Ich bin froh, daß sie dir nicht wehgetan hat.

Tara: Dir auch.

Pause. Sie gehen weiter.

Tara: Also, das wird wohl sowas wie eine regelmäßige Sache, du und ich, nach der Stunde.

Willow: nervös Äh, ich wollte nicht...

Tara: Nur daß du dich dieses mal nicht versteckst.

Willow: Äh, ähm... verschiedene nervöse Laute...

Tara: Sie ist nur eine Freundin.

Willow: erleichtert, lacht nervös Freunde sind nett!

Tara: lächelt Du bist so schnell weggewesen, bevor ich, du weißt schon, es erklären konnte.

Willow: Also, ganz offiziell muß ich dazu sagen, ich hab keine Ahnung, wovon du überhaupt redest.

Tara: Und inoffiziell?

Tara bleibt stehen und sieht sie herausfordernd an. Willow hat ein breites Lächeln im Gesicht, das allmählich verschwindet, aber sie bleibt trotzdem fröhlich.

Willow: Wir sollten uns mal auf'n Kaffee treffen. nervös Äh, vielleicht irgendwann mal... diese Woche, nach dem Unterricht?

Tara: lächelt vorsichtig Ich hätte morgen frei.

Willow: Äh, du könntest, du könntest deine Freundin mitbringen.

Tara: überrascht Ich wollte eigentlich nicht - I-ich meine, wenn du eine Freundin hast-

Willow: Nein! schnell Ich bin, oh, i-ich bin freundlos.

Tara: Ja, klar, keine Freunde. schnell I-ich meine, ich hab Freunde-

Willow: Genau, viele liebe Freunde, klar.

Beide lachen und sind ausgesprochen nervös.

Tara: seufzt und lächelt Kaffee.

Willow: Mit uns. Die wir... nur Freunde sind. beide nicken sich an


Auf einer belebten Einkaufsstraße.

Buffy: o.s. Okay, was ist mit dem Laden?

Wir sehen Buffy und Dawn vorbeikommen. Buffy zeigt auf ein Schaufenster.

Dawn: Ah. Drei Paar Ohrringe, eine Geldbörse und eine Zahnbürste.

Buffy: überrascht Du hast eine Zahnbürste gestohlen.

Dawn: verteidigend Mit einem Perlmutt-Griff. Echt schick.

Buffy: Ja, aber du hast eine Zahnbürste gestohlen. Was rebellische Teenager angeht, bist du höchstens Durchschnitt.

Dawn: lächelt Zahnhygiene ist sehr wichtig.

Buffy: Schätze mal, das war ein echt lahmer Schwestern-Tag, hah? Ich mach wieder gut, daß ich versucht habe, dich umzubringen, indem ich dich an Orte bringen, wo du nicht reindarfst.

Dawn: Nein, es ist meine Schuld. Ich bin diejenige, die sich hat beim Klauen erwischen lassen.

Buffy: bemerkt etwas und zeigt darauf Hey, was ist mit dem Zooladen? Dort hast du doch nichts mitgehen lassen, oder?

Dawn: Einen Goldfisch in der Hosentasche. Hat nicht so geklappt.

Einen Moment lang starrt Buffy Dawn geschockt an.

Dawn: lacht Nein!

Buffy: lächelt Okay, gut. Wir könnten hingehn und uns die ganzen Welpen ansehn.

Dawn: verzieht das Gesicht Ehh. Das ist so schrecklich! Diese Haufen von Welpen, und alle werden in Käfigen gehalten, und, und die Leute tatschen sie den ganzen Tag an.

Buffy: Ja schon, aber Welpen - niedlich! Komm schon, dir hat der Zooladen doch immer gefallen.

Dawn: Ja, als ich noch 5 oder 6 war. sieht Buffys enttäuschten Blick Ah, okay, wir sehn ihn uns an. schaut sich um Außerdem gibt es hier, glaub ich, keinen Laden mehr, wo ich... mich sehn lassen kann.

Buffy: Das geht vorbei. Du hast die ganzen Sachen zurückgegeben, die du noch hattest, und den Rest bezahlen wir.

Dawn: Ich bezahle den Rest.

Buffy: Da findet sich schon was.

Beide sehen sich an.


Wir sehen eine Nahaufnahme der kleinen Metallscheibe vom Anfang. In konzentrischen Kreisen sind Symbole auf der Oberfläche. Die Scheibe lehnt auf dem Tisch an einem kleinen Glasbecher mit einer gelben Flüssigkeit.

Jonathan: o.s. Geht zurück.

Jonathan sitzt am Tisch und hält einen Glasmörser und einen Stößel. Auf dem Tisch steht außerdem ein Ständer mit Reagenzgläsern und eine Anordnung aus gewundenen Glasrohren und Gefäßen mit Flüssigkeiten in verschiedenen Farben. Warren steht hinter Jonathan.

Jonathan: Bei der Sache brauch ich absolute Ruhe. mixt etwas in den Mörser

Warren: Das ist mir egal, Padawan. Wann stoßen wir endlich auf Gold?

Jonathan: Wenn irgendwas schiefgeht, dann kocht es über... Warren läuft aufgeregt auf die andere Seite ...und wir sind toter als deine Ex-Freundin.

Warren: stoppt und dreht sich geschockt zu Jonathan um Was hast du gesagt?

Jonathan: genervt Laßt mich einfach arbeiten!

Warren: gespielt cool Alles klar. Okay, du tust, was du tun mußt. Du öffnest uns den Weg, und dann aufgepaßt! lächelt Dann ist es so... dann ist es so, als würde die Welt offen vor uns liegen, und wir könnten uns bedienen, Mann.

Jonathan scheint nicht unbedingt begeistert davon. Er sieht zu Warren hoch.

Jonathan: leise Und dann sind wir fertig, richtig? Wir nehmen unsern Teil und beenden die ganze Sache.

Warren: Hast du's so eilig uns lozuwerden? Hah?

Andrew steht im Hintergrund und tut, als würde er arbeiten, aber stattdessen hört er genau zu.

Warren: Keine Sorge. Wenn das hier klappt, dann kannst du dir jede tropische Insel kaufen, die du möchtest. Jonathan schaut noch immer ernst Ahh, lach doch mal, Short Round. Du stehst kurz davor, uns alles zu geben, was wir jemals wollten.

Jonathan ist immer noch nicht sehr glücklich darüber, aber er nickt und dreht sich wieder zu seinem Chemie-Experiment um. Warren geht hinüber zu Andrew.

Warren: leise Er ist beinahe fertig. schaut zu Jonathan, der arbeitet

Andrew: Irgendwie tut es... tut es mir leid um ihn.

Warren: sieht ihn an Das ist eine Schwäche.

Andrew: unsicher Ähm... okay.

Warren: Sieh ihn dir an. sie schauen zu Jonathan beim Arbeiten, er wirkt nachdenklich

Andrew: Er hat wieder denselben Ausdruck im Gesicht, genau denselben wie damals, als ich seine Babylon-5-Bücher markiert habe.

Andrew lächelt bei dieser Erinnerung und plötzlich fällt ihm noch etwas ein.

Andrew: Kurz bevor er mich bei seiner Mutter verpetzt hat! Warren! Ich glaube nicht, daß wir ihm trauen können.

Warren: Das müssen wir auch nicht. Zumindest nicht mehr sehr lange.

Andrew: Ist es schon so bald soweit?

Warren: Die Milch. Im Kühlschrank. Wie lange ist die noch haltbar?

Andrew: Naja, wir haben sie am Freitag geholt, und ich glaube, mich zu erinnern, daß es nicht mehr ganz 2 Wochen waren, Warren rollt mit den Augen aber wir haben sie ziemlich schnell in den Kühlschrank gestellt, es sei denn, ich denke grade an die fettarme Milch...

Warren: genervt Vergiß es. Ist schon okay. erklärt Es ist jedenfalls sehr bald.

Andrew: tut, als würde er verstehen Oh. Wow.

Beide nicken sich zu.


Xanders Apartment. Es ist Nacht. Xander kommt zur Tür herein, schließt sie hinter sich, dreht sich um und bleibt überrascht stehen.

Wir sehen Anya am Tisch sitzen. Sie steht eilig auf.

Xander: Oh mein Gott.

Er geht sofort auf sie zu. Sie weicht zurück und spielt nervös mit ihren Händen.

Xander: Wie geht es dir?

Anya: Glänzend. Und dir?

Xander: streckt eine Hand nach ihr aus An. seufzt Bitte, laß mich, äh, erklären.

Anya sieht ihn an, sie spielt immer noch nervös mit ihren Händen.

Xander: Ich weiß, es gibt nichts, was ich tun oder sagen kann, um wiedergutzumachen was ich getan habe. Ich kann es nicht. Manchmal wenn ich morgens aufwache, dann denke ich "Oh Gott, ist das jetzt mein Leben? War das alles?"

Anya: leise Ich auch.

Xander: Aber du mußt mir glauben, bitte. Ich möchte es wiedergutmachen. Ich möchte dir den Schmerz nehmen. seufzt leise Ich liebe dich so sehr.

Anya ist gerührt und scheint ein wenig aufzutauen.

Xander: lächelt verlegen Ich, ich hab das ein paar mal vor dem Spiegel geprobt.

Anya: Ich... verstehe einfach nicht, was passiert ist.

Xander: Aber ich. Ich bin ein Idiot. Ich hätte doch nur eher etwas sagen müssen. Anya schaut überrascht Ich hätte dir diesen ganzen... Alptraum ersparen können.

Während seiner Rede wird Anya wieder nachdenklich und sieht wieder verletzt aus. Sie geht ein paar Schritte zurück und verschränkt die Arme.

Anya: Hättest du was gesagt?

Xander: oh-oh Nein, nein! Ich meinte, du weißt schon, wenn ich, naja... es eher erkannt hätte. Daß ich ein Idiot bin und so.

Anya: wütend Wenn du es eher erkannt hättest, was hättest du dann? Xander sieht sie erschrocken an Die Hochzeit stoppen können?

Xander: Nein, nein, so ist es nicht, das ist nicht das... stoppt und seufzt frustriert Okay, hör zu, den Teil hab ich nicht geprobt.

Anya: bestimmt Möchtest du immer noch heiraten?

Nahaufnahme von Xanders Gesicht. Er zögert, unsicher. Anya schaut enttäuscht.

Anya: sehr leise Oh.

Xander: An, das ist eine sehr komplizierte Frage.

Anya: den Tränen nahe Nein, das ist sie eigentlich nicht. Hier gibt es entweder ja oder nein. Möchtest du immer noch heiraten?

Xander: Eines Tages, ja, unbedingt. Wenn wir bereit sind. Anya sieht sehr verletzt aus Ich möchte nicht, daß du das als etwas schlechtes siehst. Es ist gut. Anya schaut resigniert und genervt Ich liebe dich, ich liebe dich so sehr, ich möchte doch nur ehrlich mit dir sein.

Anya: zornig Ja, jetzt ehrlich. Gratuliere, Xander, daß du jetzt ehrlich bist. Ich frage mich, was wohl auf der Medaille stehen wird.

Xander: verwirrt Okay, ganz offensichtlich läuft das hier alles schief.

Anya: schreit Also, klar!

Sie dreht sich um und entfernt sich einige Schritte. Xander geht zu ihr. Wir sehen Anya im Vordergrund, den Rücken zu Xander, die Arme verschränkt und wütend schauend; Xander steht ihm Hintergrund.

Xander: Alles was ich möchte, ist, daß wir zusammen sind. Ich liebe dich. Ich... ich wünschte, die Dinge könnten einfach wieder so sein wie vorher.

Anyas Gesicht verwandelt sich langsam in ihr dämonisches Gesicht.

Anya: tiefe dämonische Stimme Und ich wünschte, du wärst nie geboren!

Ausblende.


Akt II

Eine Außenansicht von Xanders Appartmenthaus. Es ist Nacht.

Im Inneren. Dieselbe Szene. Anya steht mit dem Rücken zu Xander mit ihrem dämonischen Gesicht, die Arme verschränkt.

Xander: Ich weiß, das hört sich jetzt alles total falsch an.

Anyas Gesicht wird wieder menschlich. Sie dreht sich überrascht zu Xander um.

Anya: wütend Ich wünschte, du würdest den Schmerz tausender glühender Schürhaken fühlen, die dein Herz im eigenen Saft schmoren!

Xander: Ich weiß, Liebling. Das hab ich verdient.

Anya: verwirrt Ich... ich wünschte, du hättest Tentakeln, dort wo deine Kugelaugen sein sollten! Ich wünschte, deine Eingeweide wären verknotet und zerrissen in deinem lausigen Leib!

Xander: traurig Das sind sie.

Anya: hoffend Wirklich? Xander nickt Jetzt grade? Tut es weh?

Xander: Gott, ja. Es tut so weh, es bringt mich um. Anya... ich liebe dich, ich möchte, dass alles wieder gut wird.

Anya: genervt Das sind doch nur metaphorische Eingeweide! Du hast überhaupt keine echten Schmerzen! Was stimmt denn mit mir nicht?

Xander: Nein, Schatz, es liegt nicht an dir, sondern an mir. Das-

Anya: frustriert Ohh!!

Sie schiebt sich an ihm vorbei und stürmt zur Tür.

Xander: An! An! Warte. Bitte.

Sie reißt die Tür auf und geht. Xander geht zur Tür und sieht ihr den Flur entlang hinterher.

Xander: An!


Halfrek: v.o. Und da war kein Pfennig Unterhalt in, was, elf Jahren...

In einem Restaurant. Halfrek und Anya sitzen an einem Tisch. Halfrek hält eine Tasse Kaffee. Anya spielt mit einer gelben Blume herum und hört eigentlich überhaupt nicht zu.

Halfrek: ... kein einziger Scheck. Und jetzt, wenn er irgendein Stück Papier anfaßt, das kein Scheck für das Kind ist... Geschreddert.

Halfrek lacht fröhlich. Anya hat nichts mitgekriegt.

Halfrek: Oh, du weißt ja, daß ich mich nicht gern selbst lobe... aber jetzt sind seine Hände überall voll von diesen kleinen winzigen Pflastern. lächelt Wie ein Quilt. kichert Du weißt schon, aus Pflastern.

Halfrek sieht zu Anya und bemerkt endlich, daß diese ihr überhaupt keine Beachtung schenkt. Anya blickt auf.

Anya: Hmm?

Halfrek: Okay, lehrt man euch in der Menschenwelt nicht wie man richtig zuhört? stellt die Kaffeetasse weg

Anya: Tut mir leid. Ich weiß. stellt die Blume zurück in die Vase auf dem Tisch Ich bin nur grad woanders.

Halfrek: Was, wegen dieser sache mit Xander? Keine Sorge, du findest schon einen Weg, um-

Anya: Nein, das ist es doch, ich hab alles versucht. Ich hab jeden Fluch probiert, den ich kenne, nichts hat funktioniert.

Halfrek: Moment. Hast du versucht, ihn selbst zu verfluchen?

Anya: Ja, ich bin hier schließlich die geschädigte Partei, natürlich hab ich-

Halfrek: Du darfst keine Gerechtigkeit an jemandem üben in deinem eigenen Namen, Dummchen! lacht Wie lange warst du nicht im Geschäft?

Anya: Mich hat kein Mann mehr verletzt seit, seit tausend Jahren. Ich mußte mir noch nie irgendwas wünschen. Es muß doch irgendeine Möglichkeit geben.

Halfrek: Tja... denkt nach Du könntest versuchen, jemanden dazu zu bringen, den Wunsch für dich auszusprechen, nehm ich an.

Anya starrt sie an und denkt darüber nach. Ein kleines Lächeln erscheint auf ihrem Gesicht.


Das Haus der Summers.

In der Küche. Dawn kommt herein und starrt verwundert auf den Küchentisch.

Dawn: Äh... haben wir ein Restaurant eröffnet?

Wir sehen den Tisch mit zwei Gedecken, einer Schüssel mit Früchten und vier Flaschen Sirup.

Buffy steht am Herd und hält einen Pfannenwender und eine Pfanne in der Hand. Etliche Müslischachteln stehen auf dem Tisch neben ihr.

Dawn: Sind wir jetzt so ein Internationales Haus des soundso?

Buffy: Nee. Bin nur früh aufgewacht und ich dachte, der Morgen ist perfekt für Frühstück. legt die Pfannkuchen aus der Pfanne auf einen Teller Okay, welche Sorte Sirup möchtest du auf deine Pfannkuchen?

Dawn: erstaunt Davon gibt's verschiedene?

Buffy: Oh! Naja, du weißt schon, ich hab mir gedacht, stellt die Pfanne in die Spüle nach dem Einkaufszentrum gestern sollten wir heute vielleicht nicht ausgehen, weißt du, vielleicht könnten wir hierbleiben und, äh, nimmt Toast aus dem Toaster Auh!... Ähm, du weißt schon, Pizza bestellen oder, äh, einen Film ausleihen?

Dawn: Ähm...

Buffy: stellt einen Teller mit Toast auf den Tisch Außerdem wußte ich nicht, ob, du weißt schon, ob du schon Pläne für's Wochenende hattest, dreht sich zu den Müslischachteln um aber ich dachte, vielleicht könnten wir...

Dawn: Hey, Buffy?

Buffy stoppt und sieht Dawn an, den Arm voller Müslischachteln.

Dawn: leise Die Sache mit dem Keller ist schon vergessen. Wirklich. Das warst nicht du.

Buffy: leise Das sind keine Schuldgefühle. Ich wollte nur, daß wir Zeit zusammen verbringen.

Dawn: Okay. Gut. Ich verbringe gern Zeit-

Buffy: merkt etwas Aber ich behindere dein Teenager-Leben.

Dawn: Nein-

Buffy: Doch, das tu ich. erschrocken Ich bin die peinliche Mom, die sich zu sehr bemüht. Wann ist das passiert?

Dawn: lächelt Nein, bist du nicht, das ist es nicht. Es ist nur... was wäre, wenn nicht du mit mir rumhängst? Vielleicht könnte ich ja mit dir rumhängen.

Buffy versteht gar nichts.

Dawn: Warum geh ich nicht heut abend mit auf Patrouille?

Buffy: Oh. Und dann? Vielleicht laden wir noch irgendeinen Fremden ein und bitten ihn, dich mit Bonbons zu füttern.

Dawn: Also, ihr seid auch jede Nacht auf Patrouille gegangen, als ihr so alt wart wie ich.

Buffy: Stimmt... Aber technisch gesehen bist du anderthalb...

Dawn schenkt ihr ihren patentierten genervter-Teenager-Blick.

Buffy: Naja, ich dachte, ein bißchen Spaß könnte... aber okay, trotzdem nein.

Dawn: Ich... ich könnte dir doch helfen.

Buffy: Das könntest du bestimmt. Aber es ist ein bißchen gefährlicher als ich es geplant hatte.

Dawn: Aber-

Buffy: Dawn, ich arbeite wirklich hart, um dich von solchen Sachen fernzuhalten. Okay, ich will dich nicht mit irgendwelchen gefährlichen Dingen sehen, die dich umbringen können.

Dawn: Was ja auch ein wirklich einleuchtendes Argument wäre, wenn meine Schwester auserwählt wäre, die Welt vor Steuerprüfern zu beschützen? Aber du bist nunmal meine Schwester, und... die gefährlichen Dinge, die mich gern töten würden, scheinen mich immer wieder zu finden.

Buffy: Aber deshalb mußt du dich trotzdem nicht auf die Suchen nach ihnen machen.

Dawn sieht Buffy flehend an.

Buffy: Und jetzt iß auf. Du kommst noch zu spät zur Schule.

Buffy dreht sich wieder zum Herd um. Dawn seufzt leise und setzt sich.


Espresso Pump.

Tara: o.s. Okay, warte, es war unter ihrer Perücke?

Die Kamera schwenkt an den Kunden vorbei, und wir sehen Tara und Willow an einem Tisch mit Kaffeetassen sitzen. Beide lächeln, während Willow die Geschichte von der alten Frau in "DoubleMeat Palace" erzählt.

Willow: Naja, da war dieses Ding, das kam direkt aus ihrem Kopf heraus.

Tara: Das ist ja widerlich! Wie hat es ausgesehn?

Willow: Also, sagen wir's mal so, wenn ich nicht schon vorher lesbisch gewesen wäre...

Tara: lacht Gott, und das war nach der Sache mit dem Unsichtbarkeitsstrahler?

Willow: Yep.

Tara: Okay, da ist man mal für ein paar Monate weg-

Willow: Oh, hab ich dir schon von den Dämoneneiern erzählt?

Tara: Okay, jetzt, jetzt versuchst du, mich neidisch zu machen.

Willow: grinst Also, was gab's für aufregende Abenteuer im Wohnheim?

Tara: leiser Mm, das ist nicht dasselbe. Das ist nicht, als ob man in einem Haus mit seiner Familie wohnt oder sich ein Zimmer mit jemandem teilt...

Willow: ... mit dem man befreundet ist?

Während sich beide ansehen, kommt Anya heran.

Anya: Hi.

Willow: Oh mein Gott. Du bist wieder da. umarmt Anya

Tara: Wir haben uns solche Sorgen gemacht.

Anya: Ja, tut mir leid. Ich mußte einfach, naja... ich konnte nicht hierbleiben. Nicht nach... allem was passiert ist.

Tara: Nein, nein-nein, das verstehen wir.

Willow: Aber jetzt bist du zurück, richtig?

Anya: Es ist kompliziert. setzt sich Wißt ihr, es gibt eine Menge, mit dem ich klarkommen muß.

Willow: Also, wenn wir irgendwas tun können, sag uns einfach-

Anya: Eigentlich... ähm... da ist etwas, bei dem ich ein bißchen Hilfe gebrauchen könnte. Ihr seid doch Lesben, also bringt ihr das Hassen von Männern ja praktisch mit.

Willow und Tara sehen sich verwundert an.

Anya: fröhlich Reden wir über Xander.

Im Zauberladen. Nahaufnahme von Dawn.

Dawn: Er fühlt sich schrecklich.

Wir sehen Anya, die Dawn gegenüber steht.

Anya: Denkst du, das kommt auch nur dem nahe, wie ich mich fühle?

Dawn: Nein, aber-

Anya: Was, wenn du es wärst, Dawn? Was, wenn... du nur von diesem einen magischen Tag geträumt hättest? Dawn fühlt sich in die Ecke gedrängt Der Tag, an dem die eine Person, die du mit deiner ganzen Seele geliebt hast, dir versprechen sollte, dein Herz zu ehren und zu beschützen für den Rest seines Lebens, er es aber stattdessen in Millionen kleiner Stücke zerbricht?

Wieder im Café.

Tara: Naja, es, es geht dabei nicht so sehr um das Männerhassen.

Willow: Wir bevorzugen eben nur eher... grinsend die Frau-Frau-Action. Tara grinst

Anya: Und die Männer fahren doch voll auf sowas ab, oder? Männer wie Xander.

Vorm Haus der Summers. Anya und Buffy stehen auf der Veranda und lehnen an den Säulen neben der Tür.

Buffy: Ich glaube nicht, daß er sich noch mieser fühlen kann.

Anya: Testen wir doch diese Theorie.

Buffy: Anya, Xander ist mein Freund. Ich weiß, es war falsch, was er getan hat, und... wenn es mir passiert wäre, hätt ich-

Anya: hoffend Gewünscht, sein Penis würde explodieren?

Im Zauberladen.

Dawn: Ich benutze dieses Wort nicht mehr.

Anya: Koagulieren?

Dawn: W-Ü-N-S-C-H-E.

Anya: Oh, wünschen! Wie in "Ich wünschte, Xander-"

Dawn: Genau! Das Wort. Es laufen doch hier immer noch aktive Rache-Dämonen rum, schon vergessen? Jeder Wunsch könnte in einem absolut furchtbaren Disaster enden.

Anya: Sag mal ein Beispiel?

Vorm Haus der Summers.

Buffy: Ich glaube, das sollte ich wirklich nicht tun.

Anya: Hab ich die "Verlassen vorm Altar"-Sache erwähnt? Das hab ich doch, oder?

Buffy: Ja. schüttelt den Kopf Sieh mal, ich, ich weiß, was er getan hat, war falsch. Gott, wenn es mir passiert wäre, dann... I-ich... Es muß eine Qual gewesen sein.

Anya: aufgeregt Okay! Laß uns über Qualen reden!

Im Zauberladen. Dawn schaut sehr mißtrauisch.

Anya: Also. Erzähl mir doch nochmal, daß du wünschst, Xanders Gehirn und Eingeweide würden in die Luft fliegen.

Dawn: Das hab ich nie gesagt.

Anya: Doch, hast du.

Dawn: Nein, hab ich nicht.

Anya: Ich hab's gehört.

Dawn: Ich schwöre, ich hab das nicht gesagt.

Anya: Was nicht gesagt?

Dawn: Ähm... ich hab nur gesehen, daß du zurück bist, und ich wollte mit dir darüber reden, wie ich meine Schulden abarbeiten kann. lacht nervös Du weißt schon, diese Sache mit den Langfingern?

Anya: Oh, stimmt, das gemeine Stehlen! Gut, ja, da gibt es viel zu tun. betont ernst Ich werd dir schon Arbeit geben, Missy!

Anya lacht künstlich. Dawn sieht sie weiter zweifelnd an.

Anya: Also, zurück zu Xanders Hirn und Eingweiden...

Vorm Haus der Summers. Buffy und Anya sitzen jetzt auf den Stufen.

Anya: Squisch squisch squisch! Die Männer trampeln doch seit Jahren nur auf dir herum. Buffy nickt, schmollt und stimmt letztendlich zu Haben die kleine Buffy gequält. Hast du das nicht satt? Wünschst du dir nicht, daß solche Kerle-

Buffy: Whoa. Kerle? Es gab doch nur vier - drei! Drei! Drei Kerle. Das ist ja kaum Plural.

Anya: Und hat dir nicht jeder von ihnen das Herz herausgerissen? Verdienen es solche Männer nicht, nehmen wir zum Beispiel Xander, bestraft zu werden?

Im Café.

Willow: Naja, Xander ist ein Kerl, also... Tara schaut verwirrt ist es doch nicht grad eine Überraschung, daß er gern Mädchen... zuschaut... Warum reden wir überhaupt über sowas?

Anya: genervt Wir wollen mich trösten!

Tara: Also, i-ich schätze, es ist... natürlich für Jungs, daß sie sich für-

Anya: Gott! Was für Lesben seid ihr eigentlich?! Wenn ihr die Männer so liebt, dann geht und liebt Männer!

Anya springt auf, greift sich ihren Kaffeebecher und stürmt davon.

Vorm Haus der Summers. Anya ist auch hier aufgestanden und will weglaufen.

Buffy: Anya, ich weiß, du bist verletzt, aber-

Anya: Was? Xander verdient es nicht zu leiden für das, was er getan hat, weil er dein Freund ist und ich nicht, richtig? Ich versteh schon.

Buffy: Nein. Das will ich doch überhaupt nicht sagen. Was er getan hat, war falsch. Er weiß das.

Anya: enttäuscht Es tut, es tut einfach so weh. Er hat mir so wehgetan.

Buffy: steht auf Das hat er. legt eine Hand auf Anyas Arm Hör zu, i-ich wünschte, daß...

Xander: o.s. Anya?

Xander kommt hinzu. Buffy und Anya sehen ihn an.

Anya: wütend Tja, ich gratuliere. Alle lieben dich noch immer. Selbst nach dem, was du mir angetan hast.

Sie geht los. Xander will ihr folgen, aber Buffy hält ihn fest.

Xander: Anya, warte...

Buffy: Okay. Dir, dir gefällt die Idee nicht.

Xander: Was machst du da? Ich muß ihr hinterher.

Buffy: Oder, im Land der geistig Gesunden, würdest du ihr etwas Freiraum lassen, damit sie sich abregen kann.

Xander: frustriert Dann bin ich aber nicht Mr. Aktiv. läuft auf und ab Dann bin ich Mr. Sitzt-herum-und... schaut-zu-wie-sein-Leben-den-Bach-runtergeht.

Während Xander herumläuft, können wir einen Blick auf den Rasen vorm Haus werfen. Es stehen ein paar vereinzelte Pflanzen unter dem Baum und dazwischen ein Gartenzwerg.

Buffy: Stimmt, äh, aber Mr. Sitzt-herum darf wenigstens all seine Freunde behalten.

Xander: Und was soll ich sonst tun? Einfach weggehen? Buffy sieht ihn mitfühlend an Sollte nicht allzu schwer sein. In sowas bin ich schließlich perfekt, richtig?

Xander tritt aus lauter Frustration den Gartenzwerg und zertrümmert ihn.

Buffy: Okay, siehst du, und genau deswegen ist ein Gespräch unter vier Augen wahrscheinlich gerade nicht das beste für dich. Xander läuft weiter auf und ab Wenn ihr beide wütend und enttäuscht seid, und... Was zum Teufel macht dieses komische kleine Ding in meinem Garten?

Buffy geht zu dem Gartenzwerg und betrachtet die Überreste. Xander schaut ebenfalls.

Buffy: Hat Willow den dahin gestellt als ich tot war? Wenn ich das nämlich gewußt hätte, dann wär ich schon eher aus dem Grab gekrochen, um-

Xander: Buffy.

Beide hocken sich neben den Kopf des Zwergs. Wir sehen ganz deutlich eine kleine Kamera im Inneren. Xander hebt sie auf.

Buffy: Oh mein Gott.

Xander: Sieht so aus, als hätte da jemand ein Auge auf dein Privatleben geworfen.

Buffy: Und wer bitte?

Xander: Tja, überlegen wir mal. Wer ist von Buffy besessen? Wer hängt ständig in ihrem Vorgarten rum und beobachtet sie? Wer ist in dich verliebt und bekommt nichts zurück?

Buffy schaut ernst.


Nahaufnahme einer Hand, die die winzige Kamera hält.

Spike: Was ist das?

Wir sehen, daß wir uns in Spikes Gruft befinden. Spike hält die Kamera und betrachtet sie, während Buffy vor ihm steht und wütend auf eine Reaktion wartet.

Buffy: Es ist eine Kamera.

Spike: Ja, hab ich schon kappiert. Und warum bringst du sie mir?

Buffy: Jemand hat sie benutzt, um mich zu beobachten. Mein Haus zu beobachten. Spike schaut nachdenklich Xander denkt, du warst es.

Spike: Oh, denkt der tolle Xander das! Oh Schreck! Dann muß es wahr sein!

Buffy: Spike-

Spike: Der Trottel hatte schon immer was gegen mich. Und wenn er 'ne Chance sieht, dann-

Er stoppt und sieht Buffy an.

Spike: aufgebracht Du glaubst ihm, oder? Du denkst, ich hab dir nachspioniert.

Buffy antwortet nicht.

Spike: Denkst du, ich könnte sowas tun?

Buffy: Oh, weil du ja sonst nie lügst oder betrügst oder stiehlst oder manipulierst...

Spike gibt ihr die Kamera zurück.

Spike: leise Ich tu dir nicht weh.

Er entfernt sich ein paar Schritte.

Buffy: Ich weiß.

Spike: Nein, tust du nicht. Ich hab alles versuchst, um es dir klarzumachen, aber du willst es nicht sehn. zögert einen Moment Irgendwas ist mit mir passiert. Die Art, wie ich... für dich empfinde... es ist anders. Und egal wie sehr du auch versuchst, dich selbst zu überzeugen, es wäre nicht so, es ist real.

Buffy: Ich glaube, das ist es.

Pause. Er sieht sie an.

Buffy: Für dich.

Sie dreht sich um, um zu gehen. Spike sieht verletzt aus.

Buffy bleibt an der Tür stehen und dreht sich noch einmal um.

Buffy: Ich weiß, das ist nicht das, was du hören willst. Tut mir leid. Wirklich. Aber, Spike, du mußt dich weiterentwickeln. Du mußt darüber hinwegkommen-

Spike: leise Verschwinde.

Buffy schaut ernst, dreht sich um und geht.


Im Zauberladen. Anya steht hinterm Ladentisch und unterhält sich mit Halfrek, die auf der anderen Seite des Tisches auf einem Stuhl sitzt.

Anya: Nein! Für die ist es nur, "Oh, armer Xander! Es war so furchtbar anstrengend für ihn, dieses ständige Weggelaufe." Ich versteh einfach nicht, was mit diesen Leuten nicht stimmt.

Halfrek: Hast du wirklich geglaubt, sie wären diejenigen, die dir helfen würden?

Anya: Naja, aber-

Halfrek: Möchtest du Wiedergutmachung, Anyanka?

Anya: Ich möchte, daß Xander verflucht wird.

Halfrek: Dann weißt du, was du zu tun hast.

Anya: Einen Wunsch von jemandem kriegen, der ihn verdammt nochmal nicht liebt.

Halfrek: Genau.

Anya: Ja, aber mein sozialer Kreis hier ist ein bißchen limitiert. Was soll ich denn tun, einfach über jemanden stolpern, den es einen Fliegenschiß interessiert, ob Xander verletzt wird?

Die Türklingel ertönt, als Spike hereinkommt. Er schlägt die Tür zu und geht auf Anya zu.

Spike: Hey. Ich bräuchte da mal was.

Die Kamera fährt an Anya heran, die ihn nachdenklich mustert.

Ausblende.


Akt III

Dieselbe Szene. Halfrek und Anya sehen Spike an.

Anya: Also. Was hättest du denn gerne?

Spike: Was ich gern hätte, gibt's grad nicht. Deshalb bin ich ja hier. seufzt Ich brauch etwas. Ein Betäubungszauber oder sowas.

Anya: lächelt künstlich Ah hah. Warte hier.

Halfrek lächelt und steht auf, während Anya zum Ende des Ladentisches geht. Halfrek geht zu ihr hinüber, damit sie sich privat unterhalten können. Wir sehen, daß Anya einen roten Rock trägt, ein passendes rotes Tank-Top und eine dazu passende rote Weste.

Anya: leise, lächelt Oh mein Gott. Spike haßt Xander. Vielleicht könnte ich ihn dazu bringen... Verdammt, wenn er doch nur eine Frau wäre. überlegt Ja klar! Wenn ich jemanden dazu bringen könnte, sich zu wünschen, daß Spike eine Frau wäre, dann könnte ich zu ihm gehn - naja, er wär natürlich dann eine Sie - dann würde ich zu ihr gehn-

Halfrek: Anyanka. Es gibt einen leichteren Weg. Okay, ich weiß, du stehst mehr auf dieses Frauen-Power-erobert die Nacht zurück-Ding, und das ist wirklich ganz nett. Aber ich sag dir schon seit Jahrzehnten - Männer brauchen auch ab und zu ein bißchen Rache.

Anya: Oh. schaut hinüber zu Spike

Halfrek: Vielleicht ist das eine gute Gelegenheit, um es mal zu testen.

Halfrek winkt Spike fröhlich zu und geht zur Tür.

Halfrek: Viel Glück dabei. Ta-ta!

Sie geht. Anya lächelt Spike nervös zu.

Spike: 'tschuldige, daß ich deinen kleinen Frauenabend stören mußte.

Anya: geht auf ihn zu Schon okay. Ich bin jetzt bereit für Geschäfte.

Spike: Okay, also, hast du was, daß den Schmerz ein bißchen mindert?

Anya: lächelt Genaugenommen, ja. sie geht hinter den Ladentisch Ähm, Giles hat ein paar Sachen dagelassen, und ich denke... das könnte helfen.

Sie beugt sich nach vorn und beginnt im Schrank unter der Registrierkasse zu kramen.

Anya: Mildert den Schmerz... läßt die Sonne etwas heller scheinen, Spike schaut zweifelnd macht sogar langweilige Leute interessanter. Ah. Hier.

Sie holt eine Flasche Whisky hervor und stellt sie mit Schwung auf den Tisch.

Spike grinst.


Wir sehen einen Tisch, bedeckt von etlichen farbigen Drähten. Die Kamera aus dem Gartenzwerg liegt da, und einige Drähte sind an ihr befestigt. Eine Hand befestigt einen weiteren Draht daran. Neben der Kamera steht ein Laptop.

Kurz darauf sehen wir Buffy, die am anderen Ende des Tisches sitzt. Wir befinden uns im Eßzimmer des Summers-Hauses.

Buffy: Wie geht's voran? Kanst du schon sehn, wer das Kamerasignal empfängt?

Wir sehen Willow vor dem Computer sitzen. Xander steht neben dem Tisch.

Willow: Es sollte klappen, wenn ich mich erstmal in das Glasfaser-Netzwerk eingeklinkt hab. Wir werden das Feedback-Relais benutzen, um, äh, das Signal in unser System umzuleiten.

Xander: Okay, wenn es nicht Spike ist, und ich, ich sag damit nicht, daß ich ihm glaube... aber wenn es nicht Spike ist, wissen wir, glaub ich, alle, wer dahinter steckt.

Willow: tippt Macht Sinn.

Buffy: ernst Ich will - diese Kerle - kriegen.


Im Versteck der Drei. Grüne, blaue und gelbe Flüssigkeiten blubbern in dem Chemie-Set. Jonathan zündet eine rote Kerze an. Warren und Andrew stehen daneben und sehen zu.

Wir sehen, daß einige Meter entfernt eine alte Karte auf dem Boden ausgebreitet ist. Jonathan hält einen kurzen Holzstock mit der metallischen Scheibe am Ende vor die Kerze und streut etwas Pulver darüber.

In einer Nahaufnahme sehen wir, wie die Scheibe hellrot glüht und violetten Rauch von sich gibt.

Jonathan: Enthülle.

Ein Strahl aus dunkelrotem Licht schießt von der Kerze aus durch die Scheibe und auf die Landkarte auf dem Boden. Wir bemerken, daß die Karte Sunnydale zeigt. Der Lichtstrahl fällt auf einen bestimmten Punkt auf der Karte.

Jonathan: Da. Dort ist es. Da müssen wir hin.

Warren: Tja, jetzt wo wir gefunden haben, wo wir hingehen müssen-

Plötzlich geht die Karte in Flammen auf, dort wo das helle Licht sie trifft. Alle schreien erschrocken auf.

Jonathan: Yah!

Jonathan schreit und rennt weg.


Im Zauberladen. Es ist Nacht. Spike sitzt auf dem Stuhl neben dem Ladentisch. Anya steht noch immer hinterm Tisch. Beide haben Schnapsgläser in der Hand und sind gerade dabei, sich zu betrinken.

Spike: zornig Und dann sagt dieses Mädchen, "real für dich."

Anya: Genau. Aber zurück zu Xander...

Spike: verächtlich Xander. Wir sollten unsern Atem nicht für diesen Versager verschwenden.

Anya: Aber er hat einen Narren aus mir gemacht. Und niemanden kümmert das so, daß er was dagegen tut!

Spike: Mich kümmert's. Was er dir angetan hat. Selbst ich bin nie so tief gesunken, und ich bin ein 'böses, seelenloses Ding'. bitter Nach Meinung einiger Leute.

Anya: Aber er muß doch dafür bezahlen? Meinst du nicht, er sollte dafür auf eine besonders schreckliche Weise zahlen?

Spike: Absolut.

Spike nimmt die Whiskyflasche und sein Glas und geht damit zu dem runden Tisch in der Mitte des Raums.

Spike: Ich würd's auch selbst machen, wenn da nicht dieses kleine Handicap wäre. deutet auf seinen Kopf

Anya kommt hinterm Ladentisch hervor und bringt ihr Glas mit.

Anya: Stimmt. setzt sich Also... mal hypothetisch, was wünschst du dir, was du ihm antun könntest? Spike gießt Whisky in beide Gläser

Spike: Sag du's, Schätzchen. Du bist hier die Betrogene. Irgendwas, äh... hebt sein Glas Grausames, wie wär's damit?

Spike trinkt. Anya behält ihr falsches Lächeln bei und trinkt ebenfalls.


Im Versteck der Drei. Andrew und Warren stampfen auf dem Feuer herum und versuchen es auszutreten. Jonathan kommt mit einem Feuerlöscher angerannt.

Warren schnappt sich eine Decke vom Sofa und wirft sie aufs Feuer, um es abzudecken. Dann treten er und Andrew weiter darauf herum.

Jonathan: Hey! Das ist meine Decke!

Warren: Tja, macht ja auch Sinn, es war dein Feuer.

Hinter Warren sehen wir plötzlich eine rote Lampe aufleuchten.

Im Eßzimmer der Summers. Wiilow arbeitet noch immer an ihrem Laptop.

Willow: Hey hey, ich glaube, ich hab da was.

Buffy und Xander, beide sitzen inzwischen, schauen zu ihr herüber.

Im Zauberladen. Spike und Anya sitzen sich gegenüber auf der Bank neben dem runden Tisch. Anya gestikuliert wild mit der Flasche. Sie hat ihre Weste ausgezogen und trägt nur noch das rote Tank-Top über dem roten Rock.

Anya: wütend Und weißt du, was das Schlimmste daran ist. angewidert Ich hab nicht drum gebeten, menschlich zu werden. gießt sich etwas ein

Spike: Genau! Und ich hab auch nicht um diesen verdammten Chip in meinem Schädel gebeten.

Anya: Soll ich dir die Wahrheit sagen...stellt die Flasche ab Alles was ich wollte, war, ihn zu benutzen und dann fallen zu lassen. Ich hab schon seit Jahrhunderten niemanden mehr richtig abserviert...

Spike: grinst Geht mir genauso. Das mit dem Benutzen. Ich wollte nur wissen, was mir gefehlt hat und dann weiterleben.

Anya: rührselig Ja... und er war... gut geformt... an den richtigen Stellen. Und nett zu mir...

Sie stoppt nachdenklich. Spike schaut genauso.

Spike: leise Sie war so anders. Ich habe noch nie soetwas gefühlt.

Anya: Und was kommt als nächstes... ich ändere mich, um ihm zu gefallen. enttäuschter Ich frage mich, ob ihm was an mir liegt!

Spike: nickend Stimmt.

Anya: Und ich steh völlig neben mir. Bin glücklich! Ich singe plötzlich in der Dusche und tanze meinen sexy Tanz?!

Spike: Exakt. zögert Ich... habe keinen Tanz.

Er schaut bestimmt, als wöllte er sichergehen, daß Anya ihm zuhört. Sie nickt, schaut aber ein wenig zweifelnd.

Im Eßzimmer der Summers. Willow tippt auf der Tastatur.

Buffy: Sag doch was, Will.

Willow: Die Technologie ist ziemlich ausgefallen, 'ne menge Fallen und Firewalls und sowas... auf dem Bildschirm ist eine Art Radarbild zu sehen

Buffy: Aber du kannst uns den Ort sagen?

Willow: Tja, hey, ich bin immer noch ich. Nur einen - whoa.

Buffy: Was?

Willow: Da sind noch mehr Kameras.

Im Zauberladen. Anya sitzt jetzt auf dem Tisch.

Anya: Zur Hölle mit ihnen!

Spike: In die tiefste von allen!

Sie stoßen mit ihren Gläser an und trinken.

Anya: Ich hab für diesen Mann alles getan. Und war das jemals genug?

Spike: Nie! lallend Ich bin immer über mich hinaus gewachsen. Ich hab die Scoobies wie oft gerettet? Und ich kann euch nicht mal ausstehen.

Anya: Geht mir genauso! Ich hasse uns! Alle sind immer so nett. Niemand sagt, was er wirklich denkt.

Spike: Du schon. Deshalb bist du auch die einzige von euch, die ich nicht beißen würde, wenn ich die Chance hätte.

Anya: kichert erfreut Wirklich?

Spike: Absolut. Ich habe Respekt für eine Frau, die so offen über alles redet. Drusilla war auch immer so gradeheraus. Und sie hatte keinen verdammten Schimmer, was vor ihr abging, Anya kichert aber das hat sie auch offen zugegeben. Das is' Rechtschaffenheit.

Anya: Mm. Xander hat nicht so gedacht. Er hat gesagt, ich wäre grob.

Spike: na klar Das liegt daran, daß er einer von denen ist. Verkrampft. Gehemmt. macht eine Geste mit einem Finger

Anya: fragend Denkst du?

Spike: Bitte. Ist doch kein Wunder, daß sie mit Leuten wie uns nicht zurechtgekommen sind, Schatz. Wir hätten schon seit hunderten von Jahren tot sein sollen... und wir sind diejenigen, die wirklich leben.

Anya lächelt und schaut zu ihm hinunter. Er blickt zu ihr hoch. Beide lächeln sich an.

Im Eßzimmer. Auf Willows Computer-Bildschirm sehen wir ein kleines Bild mit der Außenansicht des Double-Meat Palace.

Willow: Oh mein Gott, das Double-Meat Palace? das Bild ändert sich Das Bronze? Meine Klassenzimmer auf dem Campus...

Der Bildschirm zeigt einen Blick auf einen Flur in einem Gebäude der UC Sunnydale. Dann erscheint ein Bild einer verlassenen Baustelle.

Willow: o.s. Xanders Baustelle... Xander schaut überrascht

Buffy: Was?!

Xander: Die haben diese ganzen Orte ausspioniert?

Willow: Und es gibt noch viel mehr Kameras, es, es ist nur etwas schwerer, da ranzukommen. Hier, ich werd mal... tippt

Im Zauberladen. Anya sitzt wieder auf der Bank, näher bei Spike als zuvor. Die Flasche ist beinahe leer. Spike nimmt sie seufzend hoch und gießt den Rest in ein Glas.

Spike: Hier. nimmt das Glas und hält es ihr hin Ladies last.

Anya: starrt ihn ganz sentimental an Vielen Dank.

Spike: Nimm es endlich, oder meine Höfklichkeit ist vorbei.

Anya: Nein... legt eine Hand auf Spikes vielen Dank.

Spike schaut nachdenklich, stellt das Glas weg und rutscht ein wenig näher an sie heran.

Anya: Das ist das erste Mal seit... zuckt mit den Schultern Es ist schön, mit jemandem zusammen zu sein, der einen versteht.

Spike: leise Intim. seufzt

Anya: Die ganze Zeit war ich so... teuflisch und böse. Ich wollte seinen Kopf, weißt du?

Spike: Ja.

Anya: Obwohl ich in Wirklichkeit... traurig in der Nacht nicht schlafen kann, weil ich denke... es könnte irgendwie meine Schuld sein...

Spike: schüttelt den Kopf Shh...

Anya: weint Was, wenn alles nur vorgetäuscht war? Was, wenn er mich nie so gewollt hat... wie ich ihn gewollt hab?

Sie fängt sich wieder und schüttelt den Kopf.

Anya: Ohh. Tut mir leid.

Spike: Schon okay.

Spike streicht sanft ein paar Haare aus Anyas Gesicht und nimmt dann ihre Wange in seine Hand.

Spike: Dann müßte er noch mehr sein als der Vollidiot, der er ist, Anya. Er müßte vollkommen taub sein, dumm und blind, wenn er eine Frau wie dich nicht mag.

Anya: flüstert Warum dann?

Spike: schaut zur Seite, traurig Die beiden sind einfach... sie sind schwach, das ist alles. Pause Aber ich werd dir was sagen. streichelt weiter Anyas Gesicht Sie werden, äh, das Wasser vermissen, jetzt wo die Quelle versiegt ist.

Spike hat seine Finger jetzt unter ihrem Kinn, und Anya legt ihren Kopf in seine Hand.

Anya: leise Zu heiß zum Anfassen.

Spike: Zu heiß...

Er beugt sich zu ihr, ganz nah, und drückt seine Stirn an ihre.

Anya: Ähm... nur-nur noch eine Frage.

Spike: Hmm?

Anya: ganz leise Kann ich deinen sexy Tanz sehn?

Spike: grinst Ich zeig dir meinen...

Er will sie küssen.

Anya: Warte. Warte. flüstert sehr leise Was tun wir hier?

Spike: Weiterleben.

Sie küssen sich leidenschaftlich.

Im Eßzimmer.

Willow: Hier, ich glaube, es sind noch ein paar Transmitter in dem Netzwerk, ich muß nur... uch, ich hab schon fast ein Bild.

Im Zauberladen. Spike und Anya küssen sich noch immer. Dann löst sie sich ein wenig.

Anya: Du weißt, ich tue das nur, weil ich... weil ich einsam und betrunken bin und du... so gut riechst.

Spike: Siehst du? Geradeheraus.

Sie grinst und nickt und beide küssen sich wieder.

Im Versteck der Drei. Die rote Lampe blinkt noch immer, jetzt begleitet von einem schrillen Alarmton. Die drei drehen sich erschrocken um.

Warren: Ahh!

Andrew: Jemand bricht in unser System ein, da stimmt was nicht!

Alle rennen zu der Computerbank an der Wand.

Im Zauberladen. Das Küssen geht weiter, während Anya auf Spike klettert. Er schiebt mit seinen Händen ihr Top hoch und enthüllt den schwarzen Spitzen-BH darunter.

Im Versteck der Drei. Sie rennen zu den Computern. Jonathan hält noch immer den Feuerlöscher in den Händen.

Im Zauberladen. Spike wischt einige Sachen, einschließlich der Whiskyflasche, mit einem Arm vom Tisch und verschwindet aus dem Blickfeld. Kurz darauf platziert er Anya auf dem Tisch, jetzt nur noch in ihrem schwarzen BH und dem Rock. Sie liegt da und atmet heftig.

Dann legt Spike sich auf sie und beide küssen sich weiter.

Im Eßzimmer.

Willow: Ich glaube, wir haben den Zauberladen.

Sie tippt weiter und schaut auf den Bildschirm.

Willow: Whoa!

Sie steht erschrocken auf und starrt auf den Computerschirm.

Im Versteck der Drei. Wir sehen die verschiedenen Tastaturen auf dem Tisch, etliche Hände tippen panisch drauf los.

Warren: o.s. Schalt es ab, schalt alles ab!

Wir sehen die Monitore, etliche Fenster blinken chaotisch.

Andrew: Ich versuch's, ich finde nur den-

Jonathan: greift an Warren vorbei nach Andrews Tastatur Hier, Vollidiot-

Andrew: Ich mach das selbst-

Warren: Leute, wir müssen - oh, heilige Scheiße.

Alle erstarren und blicken auf einen Monitor.

Auf dem Monitor sehen wir Spike und Anya, groß und in Farbe beim Sex auf dem Tisch im Zauberladen.

Die drei starren und nehmen die Hände von den Tastaturen.

Jonathan: Oh mein Gott.

Warren: Was ist das, P-porno?

Wir werfen wieder einen Blick auf den Bildschirm, während sich das Geschehen aufheizt, das Küssen wird immer leidenschaftlicher.

Jonathan: Oh mein Gott.

Warren: Ist das die Kamera im Zauberladen?

Jonathan: Oh mein Gott.

Andrew: Was machen die... ohh.

Warren: Ist das-

Jonathan: Spike.

Andrew: fasziniert Er ist so cool. schaut kurz zu den andern und verbessert sich schnell und, ich meine, die Kleine ist auch heiß.

Warren: schüttelt den Kopf Kumpel.

Alle starren weiter gebannt auf den Monitor.

Im Zauberladen. Das Liebesspiel geht weiter. Währenddessen sehen wir ein Regal in der Nähe, wo ein menschlicher Schädel steht. Die Kamera im Auge ist deutlich sichtbar.

Im Eßzimmer. Buffy und Xander, angelockt durch Willows Reaktion, kommen herüber und schauen auf den Bildschirm.

Willow: Warte, Xander, nein.

Xander: sieht was los ist Oh Gott.

Buffy starrt auf den Bildschirm, sieht Xander an und wieder den Bildschirm.

Nahaufnahme des Computerbildschirms. Das Bild ist nur schwarz-weiß, aber Anya und Spike sind deutlich zu sehen.

Buffy und Xander stehen völlig geschockt da. Eine Tür öffnet sich.

Dawn kommt zur Vordertür herein, schließt sie wieder, sieht die anderen im Eßzimmer und geht dort hin.

Dawn: Hey Leute. Was liegt an?

Dawn kommt heran und sieht Buffy und Xander auf den Computer starren, während Willow die beiden ansieht. Dawn schaut auf den Bildschirm und erschrickt. Willow hält schnell die Hand über Dawns Augen.

Willow: Whoa, whoa, whoa.

Xander: Ich... was macht sie...

Willow sieht besorgt zu Xander, dann zu Buffy.

Buffy schaut, wenn überhaupt möglich, noch enttäuschter als Xander.

Wir sehen den Bildschirm, während die Action weitergeht.

Willow: Buffy?

Dawn und Willow sehen Buffy an.

Buffy: Das reicht.

Buffy stürmt hinaus. Willow und Dawn sehen sich an.

Xander geht benommen. Willow hat sich wieder ein wenig gefaßt.

Willow: setzt sich Hier, ich werd einfach... tippt auf der Tastatur

Buffy geht durch die Küche und in Richtung Hintertür.

Willow: Weißt du, wir, wir wissen doch nicht mal ganz genau, was wir da überhaupt sehen, es könnte doch irgendwas-

Dawn rollt mit den Augen und folgt Buffy.

Willow: Da, ich hab's.

Das Geräusch einer zufallenden Tür (Hintertür) ist zu hören und das einer aufgehenden (Vordertür). Willow blickt auf und merkt, daß sie allein ist.

Willow: Xander?

Sie steht auf und geht in die Eingangshalle. Die Vordertür steht weit offen.

Willow geht ins Wohnzimmer und bemerkt etwas. Ihr Gesicht zeigt ihre Bestürzung.

Wir sehen die Waffenkiste, die Xander für Buffy gemacht hatte (Episode "Older and Far Away"). Der Deckel ist offen und die Waffen sind durcheinander.

Auf der Straße. Xander geht weiter, sein Blick ist ernst und entschlossen. Wir sehen die Axt in seiner Hand.

Ausblende.


Akt IV

Im Garten hinterm Haus der Summers. Es ist Nacht. Buffy sitzt auf einem der Holzstühle und starrt teilnahmslos vor sich hin. Dawn steht neben ihr, die Arme verschränkt.

Dawn: So. Das ist es also? Das ist die Sache, vor der du mich beschützen wolltest? Du und Spike?

Buffy: Und eine Menge Monster.

Dawn: Ah-hah.

Buffy: Aber es ist vorbei. Dawn setzt sich in einen anderen Stuhl Spike.

Dawn: Ich wünschte, du hättest es mir erzählt.

Buffy: Ich wollte es mir wahrscheinlich selbst nicht eingestehn.

Dawn: Das versteh ich.

Buffy starrt weiter auf den Boden.

Dawn: Ich weiß, es tut bestimmt weh. Zu glauben, du müßtest etwas verstecken, Geheimnisse vor allen bewahren?

Buffy sieht Dawn traurig an.

Willow stürmt aus der Hintertür.

Willow: Buffy. Xander ist weg. Er hat deine Axt mitgenommen.


Im Zauberladen. Die Kamera schwenkt über die auf dem Boden verstreuten Gegenstände. Die Bank liegt auf der Seite. Auch ein Stuhl ist umgekippt, Anyas Weste hängt daran.

Anya, jetzt wieder angezogen, hebt ihre Weste auf. Im Hintergrund sehen wir, daß Spike seinen Gürtel festzieht. Anya steht mit dem Rücken zu ihm. Er schaut zu ihr hinüber.

Anya ist alles ein wenig peinlich, sie schaut verlegen. Spike geht es genauso.

Spike ist fertig mit dem Gürtel und geht zur Tür, während Anya ihre Weste anzieht und ins Leere starrt. Spike bleibt an der Tür stehen, und beide drehen sich zueinander um und sehen sich quer durch den Raum an.

Anya nickt kurz, und nach einem Moment nickt Spike zurück. Dann dreht er sich um, öffnet die Tür und geht hinaus.

Vor dem Laden. Spike tritt heraus und bleibt gleich darauf erschrocken stehen, als er etwas vor sich bemerkt. Er weicht zur Seite aus, und die Axt trifft die Wand hinter der Stelle, an der er gerade noch stand.

Wir sehen Xander, der Mühe hat, die Axt aus dem Stein zu ziehen. Spike beobachtet ihn alarmiert.

Xander gibt die Axt auf, packt Spike vorn am Hemd und wirft ihn auf den Gehweg.

Wir sehen Buffy um eine Ecke laufen, ein Stückchen weiter die Straße hinunter. Sie rennt so schnell wie möglich zu den beiden.

Xander hebt Spike hoch und schleudert ihn gegen eine Säule, packt ihn wieder, dreht ihn herum und boxt ihm in den Bauch. Spike bricht zusammen.

Xander: Steh auf. Steh auf!

Spike blickt zu ihm hoch, bewegt sich aber nicht.

Xander: Du willst einfach da sitzen? Nichts tun?

Spike antwortet nicht. Xander packt ihn, zieht ihn hoch und schlägt seinen Kopf gegen die Säule.

Xander: So ein Mann bist du also?

Spike: Ich werd nicht gegen dich kämpfen. Chip.

Xander rammt ihm das Knie in den Unterleib. Spike stöhnt und bricht erneut zusammen.

Xander: So ein Pech.

Xander zieht einen Pflock aus der Tasche, gerade als Anya aus dem Laden kommt und ihn sieht.

Anya: Xander, nein! Hör auf! Hör auf! Laß das!

Anya rennt zu ihm hin und lenkt ihn ab. Sie erreicht ihn, gerade als Buffy hinter ihm erscheint und ihn zur Seite schiebt.

Xander keucht und sieht Buffy böse an. Sie ist ebenfalls außer Atem und starrt zurück.

Anya: Xander, ich...

Xander: keuchend Versuch erst gar nicht, es abzustreiten. Weil ich nämlich alles gesehen hab. Die ganze wundervolle Show.

Anya: Wie...?

Xander starrt sie wütend an.

Anya: Das war nur, es... es war nur ein Ding. Ich... ich hab mich schlecht gefühlt und er war einfach... da.

Buffy: zu Spike Hat nicht lange gedauert, oder? Spike schaut sie sauer an

Xander: schreit noch immer Anya an Oh, oh, oh, okay! Du mußtest es tun! Weil er da war. So wie Mt. Everest. enttäuscht So wie ich es immer war.

Anya: zornig Und dann warst du's nicht mehr. Du hast mich verlassen, Xander. Vor dem Altar. schreit Ich schulde dir gar nichts.

Xander: Also ziehst du einfach los und vögelst den ersten Körper den du findest? Tot oder lebendig?

Anya: Wie kannst du es wagen, mich beurteilen zu wollen?!

Xander: Wenn das deine Lösung für unsere Probleme ist. Ich tu dir weh und du schlägst zurück? Sehr erwachsen.

Anya: Nein, die erwachsene Lösung für dich ist es, dein ganzes Leben damit zu verbringen, dämliche, sinnlose Witze zu reißen, damit ja niemand bemerkt, was du für'n Schiß hast, du unsicherer kleiner Junge!

Xander: bitter Ich mach jetzt keinen Scherz. Du hast dich von diesem bösen seelenlosen Ding beühren lassen. zeigt auf Spike Du wolltest, daß ich etwas fühle? Anya schaut gekränkt Dann gratuliere, es hat funktioniert.

Anya starrt ihn an und sieht aus, als müßte sie gleich wieder heulen.

Xander: Ich seh dich an... und mir wird schlecht. Du hattest Sex mit diesem Ding. zeigt wieder auf Spike

Anya schaut zu Boden, verletzt.

Buffy ist es ebenfalls peinlich.

Spike: leise Es war gut genug für Buffy.

Xander: schreit Halt's Maul und laß sie da...

Xander stoppt, als er erkennt, was Spike gerade gesagt hat. Er und Anya sehen Buffy an. Buffy schaut traurig.

Anya: Buffy?

Buffy: Xander...

Xander: schüttelt verzweifelt den Kopf Ich will das gar nicht wissen.

Wir sehen Xanders Pflock auf den Boden fallen.

Xander: Ich will überhaupt nichts von alldem wissen.

Er geht. Buffy schaut ihm einen Moment hinterher, am Boden zerstört, dann dreht sie sich zu Spike um und sieht ihn wütend an.

Spike sieht sie an, ohne Reue.

Buffy schaut wütend, aber sie resigniert, dreht sich um und folgt Xander.

Spike und Anya stehen Seite an Seite und sehen Buffy hinterher.

Spike: o.s. Verdammter Xander, der versaut auch alles.

Er schaut mürrisch.

Spike: Weißt du, ich wünschte-

Anya: Nicht.

Spike sieht sie an, ein wenig überrascht. Anya verzieht das Gesicht, angewidert von sich selbst.

Beide gehen in verschiedene Richtungen davon. Spike die Straße hinunter, Anya zum Laden.

Traurige Musik spielt - "That Kind of Love" von Alison Krauss.

Who would sell their soul for love?

Wieder sehen wir Buffy langsam vor sich hin gehen.

Or waste one tear on compromise?

Anya betritt den Laden und betrachtet unglücklich das Chaos.

Should be easy enough
To know a heartache in disguise

Anya geht langsam die kleine Treppe hinunter in den Hauptraum, richtet die Bank wieder auf und beginnt aufzuräumen.


Tara: o.s. Alles fällt auseinander. Alles fällt so schnell auseinander.

Im Summers-Haus. Willow liegt auf dem Bett mit ein paar Hausaufgaben und schaut plötzlich überrascht zur Tür. Sie setzt sich auf die Bettkante.

Willow: Tara?

Wir sehen Tara, sie lehnt am Türrahmen.

Tara: Und man kann sie nie... seufzt wieder so zusammen setzen wie sie waren.

Willow: Ist alles okay?

Tara: Es tut mir leid, es ist nur... seufzt tief Weißt du, es braucht Zeit. kommt ins Zimmer Man kann nicht einfach... Kaffee trinken und erwarten-

Willow: fühlt sich schuldig Ich weiß.

Die Kamera fährt ein Stück zurück, und wir sehen beide - Willow sitzend, Tara stehend - mit einer sichtbaren Distanz zwischen ihnen.

Tara: Da gibt es so viel Arbeit zu tun. Vertrauen muß wieder aufgebaut werden, auf beiden Seiten... Willow schaut enttäuscht Man muß lernen, ob... ob wir überhaupt noch dieselben Menschen sind wie vorher, ob man überhaupt in das Leben des anderen paßt.

Willow sieht Tara weiter traurig an.

Tara: Das ist ein langer... wichtiger Prozeß, und... könnten wir ihn einfach überspringen? Kön-könntest du mich jetzt einfach küssen?

Willow schaut hoffnungsvoll und dann absolut glücklich, als sie Taras Worte begreift. Sie lächelt breit, springt auf. Beide treffen sich auf halbem Wege und küssen sich leidenschaftlich.

There was not faith enough
Still my heart held on
When we find that kind of love

Ausblende.

Ende